{"id":12385,"date":"2026-10-21T10:18:00","date_gmt":"2026-10-21T08:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/?p=12385"},"modified":"2026-10-20T18:37:06","modified_gmt":"2026-10-20T16:37:06","slug":"the-logistics-of-the-holocaust","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/2026\/10\/21\/the-logistics-of-the-holocaust\/","title":{"rendered":"The logistics of the Holocaust"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Text von Susanne Zeller aus GO3 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erinnern, Reflektieren, Verantwortung \u00fcbernehmen. <br>\u201eThe Logistics of the Holocaust \u2013 How can museums present Holocaust deportations today?\u201c<br>International Symposium at the German Museum of Technology Berlin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Berliner Technik Museum fand in englischer Sprache am 28. September ein international besetztes Symposium statt. Die Beitr\u00e4ge der Fachreferent:innen aus Polen, England, den Niederlanden, Deutschland und dem N\u00fcrnberger \u201eDB-Museum\u201c, in dem es eine Ausstellung \u00fcber die Geschichte der Deutschen Reichsbahn gibt, befassten sich zum einen mit der transporttechnischen Logistik der Shoa und zum anderen mit der Frage, wie in Museen der NS-Gedenkst\u00e4tten die Deportationen\/Verschleppungen von meist j\u00fcdischen Opfern in \u201eSonderz\u00fcgen\u201c\/Viehwagons mit ihren \u201eReise\u201c Zielen\u201c in die vom NS-Regime errichteten Arbeits- und Vernichtungslager \u00fcberhaupt darstellbar ist. <br>Die historische Aufbereitung und Darstellung des Geschehenen ist eine immer komplexer werdende didaktische und methodische Aufgabe heutiger Shoa-Gedenkst\u00e4tten und Orte und dies vor der Tatsache, dass es kaum noch Zeitzeug:innen gibt. Diese schwierigen Herausforderungen wurden durch die Berichte der Mitarbeiter:innen und Leiter:innen der NS-Gedenkst\u00e4tten in Majdanek, Sobibor und im Anne Frank Museum Amsterdam deutlich. <br>Das Wissen \u00fcber den V\u00f6lkermord an den europ\u00e4ischen Juden im Zweiten Weltkrieg &#8211; die Shoa &#8211; f\u00fcllt seit Jahrzehnten Bibliotheken. Auch \u00fcber die Logistik der Todesz\u00fcge und die Mordprogramme, wobei hier nicht die etwa halbe Million ermordeter Sinti und Roma vergessen werden darf, ist inzwischen viel geforscht worden. Was hat sich aber w\u00e4hrend der Transporte innerhalb der Todesz\u00fcge bei den Verschleppungen in die Arbeits- und Vernichtungslager an menschlichen Dramen abgespielt? Dar\u00fcber gibt es verst\u00e4ndlicherweise nur relativ wenige Berichte von Zeitzeug:innen, die die Transporte und Konzentrationslager \u00fcberhaupt \u00fcberlebt haben. <br>Forschung und Museen m\u00fcssen sich manchmal \u201enur\u201c mit den erhalten gebliebenen Fotographien \u201ezufrieden geben\u201c, die entweder mit offizieller Erlaubnis der M\u00f6rder oder mitunter auch heimlich an den Bahngleisen und Rampen entstanden sind. Aus Geschichtsb\u00fcchern und den heutigen NS-Gedenkst\u00e4tten kennen wir manche Archivfotos. Die Geschichtswissenschaft interessiert dabei aber oft viel weniger das, was auf den, zun\u00e4chst eher \u201eharmlos\u201c wirkenden, Schwarz-Wei\u00df- Fotos zu sehen ist, Bahngleise, Bahnsteige und Menschen an ihren Gep\u00e4ckst\u00fccken stehend. Historisch interessanter ist vielmehr, was nicht zu sehen, bzw. sichtbar ist. Was wollten die M\u00f6rder verheimlichen, um es sp\u00e4ter leugnen zu k\u00f6nnen? Was bedeuten am Rand noch erkennbare Personen im Halbprofil mit Aktentaschen, Uniformen, Arztkitteln etc.? Und was haben die Fotographierenden dabei empfunden? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die NS-Gedenkst\u00e4tten sind mit Besucher:innen aus allen Nationen und Altersstufen konfrontiert und zunehmend auch mit viel Unwissen \u00fcber Ablauf, rassenhygienischen Zielen und (verwaltungs)technischer Logistik eines in der Menschheitsgeschichte singul\u00e4ren V\u00f6lkermordes. Und sie m\u00fcssen sich auch mit dem zunehmenden \u201e\u00dcberdruss\u201c gerade auch j\u00fcngerer Jahrg\u00e4nge befassen, die sich mit dieser Geschichte eigentlich gar nicht mehr intensiv besch\u00e4ftigen zu wollen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erinnern, Reflektieren, Verantwortung \u00fcbernehmen: es bleiben nach wie vor immer neue Herausforderungen und unbeantwortete Fragen an unsere deutsche Geschichte zwischen 1933 bis 1945. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Susanne Zeller (2.10.26) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei einmal ganz andere Perspektiven auf das Gel\u00e4nde am Gleisdreieck Park vom 3. Stock des Technik Museums aus gesehen. (Fotos privat: Susanne Zeller 28.9.26.) <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Bild2SZ-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12387\" srcset=\"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Bild2SZ-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Bild2SZ-300x225.jpg 300w, https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Bild2SZ-768x576.jpg 768w, https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Bild2SZ.jpg 1273w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text von Susanne Zeller aus GO3 Erinnern, Reflektieren, Verantwortung \u00fcbernehmen. \u201eThe Logistics of the Holocaust \u2013 How can museums present Holocaust deportations today?\u201cInternational Symposium at the German Museum of Technology Berlin. 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