{"id":2508,"date":"2023-10-05T21:00:10","date_gmt":"2023-10-05T19:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/?p=2508"},"modified":"2024-02-05T15:48:20","modified_gmt":"2024-02-05T14:48:20","slug":"nachschau-zum-film-ernte-teilen-am-1-10-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moeckernkiez-ev.de\/Wordpress_MK\/2023\/10\/05\/nachschau-zum-film-ernte-teilen-am-1-10-23\/","title":{"rendered":"Nachschau zum Film &#8218;Ernte Teilen&#8216; am 1.10.23"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 1. Oktober wurde der Film ,Ernte Teilen\u2019&nbsp;<a href=\"https:\/\/ernteteilen-der-film.de\/\">https:\/\/ernteteilen-der-film.de&nbsp;<\/a>zum zweiten&nbsp;Mal&nbsp;(nach dem 24.6.23), diesmal in Gegenwart des Regisseurs Philipp Petruch, im Moeckernkiez Forum gezeigt. Der Film wurde durch eine Crowdfunding Kampagne erm\u00f6glicht (<a href=\"https:\/\/www.startnext.com\/ernte-teilen\/mehr-infos\">https:\/\/www.startnext.com\/ernte-teilen\/mehr-infos<\/a>), vom Community-Film-Kollektiv aus Berlin produziert und wird \u00fcber eine bundesweite Graswurzel-Kampagne mit selbstorganisierten Community Events vertrieben.<br>Der Filmemacher begleitet Menschen aus dem regionalen Gem\u00fcseanbau auf ihrem Weg eine andere Art der Lebensmittelwirtschaft, die solidarische Landwirtschaft (SolaWi), umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Filmtitel \u201aErnte Teilen&#8216; nahelegt teilen sich im Film, an 3 Beispielen zwischen 60 und 200 Menschen, der \u00fcblichen Gr\u00f6sse einer Solawi, die komplette Ernte eines Bauernhofes oder einer G\u00e4rtnerei, unabh\u00e4ngig vom aktuellen Marktpreis, f\u00fcr ein Wirtschaftsjahr. Die Produzent*innen, in der Regel selbst\u00e4ndige G\u00e4rtner*innen (-Familien), manchmal auch eine Genossenschaft&nbsp;oder ein Verein, die diese anstellt, machen zum Jahresbeginn einen Anbauplan und eine Kalkulation f\u00fcr die Anzahl an Anteilen (ein Anteil entspricht in der Regel Gem\u00fcse, Salate etc. f\u00fcr zwei Personen), die sie mit ihrer Arbeitskraft und ihrem zur Verf\u00fcgung stehenden Land versorgen k\u00f6nnen und ermitteln einen mittleren monatlichen Kostenbeitrag pro Anteil.<br>Wenn&nbsp;sich&nbsp;gen\u00fcgend Menschen finden, die diesen Beitrag zahlen, ist die&nbsp;Existenzgrundlage f\u00fcr ein Jahr gesichert. Die Produzent*innen sind somit vom Marktpreis und von&nbsp;eventuellen&nbsp;Ernteschwankungen \u00fcber das Jahr unabh\u00e4ngig. Wird es ein gutes Jahr, sind auch die Anteilsnehmer*innen gut bis sehr gut versorgt. In Jahren mit schlechten Ernten sind&nbsp;die G\u00e4rtner*innen&nbsp;trotzdem ihres &#8211; h\u00e4ufig leider nur dem Mindestlohn entsprechenden &#8211; Einkommens gewiss, da die Anteilsnehmer*innen ihren Beitrag zahlen und das Risiko eines geringeren Ertrages mittragen, solidarisch mit den Erzeuger*innen.<br>Eine erweiterte Form der Solidarit\u00e4t&nbsp;ergibt sich durch&nbsp;die sogenannte Bieterrunde,&nbsp;bei welcher, basierend auf dem oben genannten mittleren Preis pro Anteil, eine&nbsp;geheime&nbsp;sogenannte&nbsp;Bieterrunde durchgef\u00fchrt wird. Mit dem Wissen um den mittleren Preis bietet jeder Interessierte&nbsp;das was ihm der Anteil wert ist bzw. was er bieten kann.<br>So k\u00f6nnen sich die Gebote an dem Richtwert orientieren oder auch dar\u00fcber oder darunter liegen. Alle abgegebenen Gebote werden anschlie\u00dfend addiert. Die Summe muss den zu erbringenden Gesamtbetrag erreichen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine zweite Gebotsrunde erforderlich. Es wird so lange geboten, bis der angestrebte Betrag erreicht wird.<br>Es ergeben sich verschiedene Ebenen der Solidarit\u00e4t.&nbsp;Zum einen mit den Menschen auf dem Feld \u00fcber den \u00fcber das Jahr kalkulierbaren Gesamtbeitrag als auch zwischen den wirtschaftlich besser bzw. schlechter gestellten Menschen innerhalb der SoLaWi.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich f\u00fcr eine Solawi mit Depots rund um den M\u00f6ckernkiez oder sonst irgendwo in der Republik interessiert um sich regional und saisonal zu ern\u00e4hren, kann auf dieser Seite f\u00fcndig werden&#8230;\u00a0<br><a href=\"https:\/\/ernte-teilen.org\/#\/\">https:\/\/ernte-teilen.org\/#\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Auch im M\u00f6ckernkiez gibt es Menschen, die Anteile einer SoLaWi beziehen\u00a0und somit Teil der Bewegung sind. Sowohl vom\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spoergelhof.de\/\">https:\/\/www.spoergelhof.de<\/a>\u00a0als auch vom\u00a0<a href=\"https:\/\/www.auenhof-havelland.de\/solawi\/das-gemuse-syndikat\/\">https:\/\/www.auenhof-havelland.de\/solawi\/das-gemuse-syndikat\/<\/a><br>(Verarbeitet dargereicht werden die leckeren saisonalen und regionalen Gew\u00e4chse beispielsweise in der Gemeinschaftsk\u00fcche in G11 ;-).)<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank an Dieter Wettig,\u00a0der immer mit Engagement die Filme im M\u00f6ckernkiez organisiert und vorf\u00fchrt. Auch hier\u00a0hat er den Kontakt zum Regisseur\u00a0und\u00a0Produzenten\u00a0hergestellt und\u00a0daf\u00fcr gesorgt, dass wir den Film sehen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wesentlicher Aspekt der \u201aauf dem Feld\u2018 arbeitenden Menschen kam im Film gleich am Anfang, ab Minute 6:30, durch die Worte der jungen G\u00e4rtnerin Jette zum Vorschein\u2026<br>Sie arbeitet in einem Betrieb der &#8222;Solidarischen Landwirtschaft&#8220;.<br>Sie habe fr\u00fcher eine Ausbildung als Obstg\u00e4rtnerin absolviert. \u2026<br>Sie arbeite im wichtigsten Beruf der Welt (Landwirtschaft), denn wir w\u00fcrden verhungern ohne Essen. (Bauer oder B\u00e4uerin) sei aber der\/diejenige, der\/die am wenigsten verdient.<br>Es frustriere sie manchmal, dass sie sich selbst manchmal nicht genug zu essen kaufen k\u00f6nne, um sich vollwertig zu ern\u00e4hren.<br>Sie k\u00f6nne sich einfachste Sachen nicht leisten. Wie Arbeitsklamotten \u2026.<br>Luxus sei f\u00fcr sie, wenn sie sich gute Arbeitsschuhe kaufen k\u00f6nne. Das sei ihr Luxus \u2026.<br>Dieter Wettig fragte nach der Vorf\u00fchrung Philipp Petruch ob er wisse oder sch\u00e4tzen k\u00f6nne, was eine B\u00e4uerin wie Jette denn monatlich in die Rentenkasse einzahle. Es gehe doch auch um die Absicherung im Alter. Philipp antwortete das wisse er nicht. Aber sicher m\u00fcsse an diesem Thema noch gearbeitet werden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. Oktober wurde der Film ,Ernte Teilen\u2019&nbsp;https:\/\/ernteteilen-der-film.de&nbsp;zum zweiten&nbsp;Mal&nbsp;(nach dem 24.6.23), diesmal in Gegenwart des Regisseurs Philipp Petruch, im Moeckernkiez Forum gezeigt. 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