Möckernkiez Newsletter

     Briefe an die Redaktion

 Leser:innen-Briefe zum Newsletter 42 - März 2022

Betrifft: Fehlende Aktualität

"Krieg in Europa"

Es ist Krieg in Europa, auch unser Leben wird sich nachhaltig verändern. Und wir beschäftigen uns mit den Pollen der Kornelkirsche! Die wirklich wichtige Nachricht der letzten Tage findet keine Erwähnung. Ich bin fassungslos.
Martina Kümmerle

Die Antwort der Redaktion:

Liebe Martina Kümmerle, uns in der Newsletter-Redaktion haben die Ereignisse der letzten Tage genauso schockiert wie wohl die allermeisten Menschen, die sich niemals hätten vorstellen können, dass es in Europa zu einem Krieg kommt. Dass wir dennoch nichts darüber geschrieben haben, hat mehrere Gründe: Als am Donnerstag die ersten Nachrichten vom Überfall auf die Ukraine kamen, waren wir mit dem Newsletter schon mitten im Produktionsprozess. Zwischen der Fertigstellung aller Beiträge und der Gestaltung des Newsletters vergehen in der Regel einige Tage. Wir können uns keine teure Software leisten zur Herstellung eines Newsletters, der auf den unterschiedlichsten Endgeräten gut zu lesen sein soll. Die Programme, mit denen wir uns behelfen, sind nicht einfach zu bedienen und sehr zeitraubend, zumal wir ja alle ehrenamtlich tätig und keine ausgebildeten Programmierer sind. Noch auf den letzten Drücker einen Beitrag zusätzlich einzufügen, wäre schwierig zu organisieren gewesen. Angesichts einer sich im Stundentakt verändernden Nachrichtenlage hätte dieser Beitrag trotzdem schon am nächsten Tag wieder überholt sein können.
Und dann wäre ja auch noch die inhaltliche Frage zu stellen. Hätte es gereicht, unsere Betroffenheit auszudrücken? Alles, was darüber hinausgeht, also beispielsweise eine Analyse, wäre in der kurzen Zeit nicht machbar gewesen. Dafür gibt es Zeitungen, Radio, Fernsehen und Nachrichtenportale im Internet. Unsere Aufgabe als Newsletter ist es doch, über Themen zu schreiben, die einen Bezug zum Möckernkiez haben. Sollte in den nächsten Wochen eine Veranstaltung zum Krieg in der Ukraine im Möckernkiez stattfinden oder sollte sich herausstellen, dass bei uns im Kiez Menschen mit ukrainischen Wurzeln leben, die direkt und unmittelbar betroffen sind, wäre das natürlich ein Anlass für einen Beitrag im Newsletter. Wenn sich ein solcher Bezug aber nicht herstellen lässt, sollten wir uns wie bei vielen anderen politischen Themen auch zurückhalten, denn wir sind nicht der Tagesspiegel oder die ZEIT. Ich hoffe, unseren Standpunkt so erläutert zu haben, dass ich, wenn schon nicht auf Zustimmung, aber doch zumindest auf Verständnis stoße. Kritik und Anregungen sind uns sehr willkommen und wir nehmen uns gerne die Zeit für einen Dialog.
Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Becker, Redaktion Newsletter 

"Montmartre"

bei uns im Haus heißt die Treppenanlage am "Yorckplatz" schon seit einer Weile Montmartre. Weil es dort ähnlich zugeht wie auf den berühmten Pariser Treppen. Dort trifft man sich insbesondere in der Abendsonne um einen Apéro zu nehmen.
Santé!
Angelika Fittkau-Blank

"Bertha-von-Suttner-Platz"

zu euerm Aufruf zur Namensgebung habe ich einen Vorschlag: Bertha-von-Suttner-Platz. "Die Waffen nieder!" ist ein eindeutiger Appell gegen jede Form der Militarisierung - egal wann und wo.
Irmhild Schrader

"Klarstellung"

in dem Bericht zu den Ergebnissen des Zukunftsforums steht, dass wir empfehlen, eine Erweiterung des Möckernkiezes anzugehen. Ich finde diese Passage mißverständlich. Es gab keine Empfehlung für oder gegen eine Erweiterung der Genossenschaft. Wir haben lediglich empfohlen, eine Klärung herbeizuführen, d.h. nach Vorbereitung durch den Vorstand eine Mitgliederentscheidung. Außerdem haben wir herausgearbeitet, dass ein Prozess notwendig ist, um so etwas wie Eckpunkte für ein Bauvorhaben (wenn wir uns dafür entscheiden) festzulegen, damit der Vorstand dann jederzeit handlungsfähig ist und ein Bauvorhaben (entsprechend diesen Vorgaben) umsetzen kann. Da ich auch von einem anderen Mitglied des Zukunftsforums gehört habe, dass diese Stelle im newsletter aufgefallen ist, bitte ich Euch um eine Klarstellung.
Harald Bajorat

 Leser:innen-Briefe zum Newsletter 34 - Juli 2021

Betrifft Artikel: Der Möckernkiez – mit oder ohne Elektro-Tretroller?

Wie soll im Möckernkiez mit Elektro-Rollern umgegangen werden? Unser "Zwischenruf" zu diesem Thema hat ein breites Leser:innen-Echo ausgelöst.

"Abstellen von Elektro-Rollern"

Elektro-Roller bitte nicht auch noch auf den Kiezstraßen abstellen!! Nur bewegungseingeschränkten Menschen sollte das genehmigt werden, alle anderen müssen ihren Elektro-Roller auf der Möckern- oder Yorckstraße abstellen.
Britta Haye

"Eine Gefahr"

Nur eine kleine Anmerkung: Elektro-Roller sollten nur von bewegungseingeschränkten Menschen im Kiez abgestellt werden. Alle anderen können die Elektro-Roller in der Möckern- oder Yorckstr. abstellen. Die Kiezstraßen sollten nicht stärker belegt werden, denn Fahr- und Lastenfahrräder, Kinderwagen, Dreiräder, Fahrradanhänger etc., hin und wieder ein Lieferfahrzeug sorgen schon für ausreichend Belegung der Kiezstraßen. Auch ist für geh- und sehbehinderte Bewohner:Innen jedes Hindernis auf den Wegen eine Gefahr.
Britta Haye

"Gefährliche Situationen erlebt"

Bezugnehmend auf den letzten Newsletter möchte ich eine persönliche Sicht zu dem Thema E-Tretroller im Kiez einreichen. Möglicherweise wird es eine umstrittene Diskussion zu dem Thema geben wie auch in anderen Fragen. Am Montag, den 12.07.21 gegen 22:10 tourte ein Geschwader von 5 jungen Männern lärmend durch die Kiezstraße. Ich bin dadurch ins Grübeln gekommen ob wir in Zukunft E-Scootfahrer am Tag und nachts im Kiez verhindern müssen. Der Durchgangsverkehr über die Rampe von der Katzbachstraße und Yorckstraße oder Möckernstraße kommend zum Park wird voraussichtlich zunehmen..... Ich selbst bin in näherer Umgebung Gleisdreieckpark, Potsdamer Platz und Tiergarten überwiegend mit dem Fahrrad unterwegs. Ich habe inzwischen mehrmals sehr gefährliche Situationen erlebt und fühle mich verunsichert durch rasende Radfahrer und neuerdings durch Verkehrsteilnehmer mit diesen Fahrzeugen meist in Gruppen. Daher mache ich mir Gedanken darüber wie es sein wird wenn auch tagsüber spielende Kinder oder lustwandelnde Erwachsene sich auf der Kiezstraße befinden.
Irene Uhlig

"Das Abstellen der Roller im Kiez muss diskutiert werdenh"

Das Bild vom Zwischenruf zeigt deutlich das Dilemma: Die Roller werden einfach abgestellt, auch gerne mitten auf dem Weg. Als in der Vergangenheit offensichtlich wurde, dass es zu wenig Fahrradständer gibt, entstanden Fahrradständer. Die Betreiber bieten keine Abstellplätze für die Elektro-Roller an, also werden die Roller einfach im öffentlichen Raum abgestellt. Häufig stehen die Elektro-Roller quer zur Laufrichtung und mitten auf dem Weg. Das möchte ich auf den Flächen des Kiezes nicht. - Es ist eine Unfallgefahr. - Es konterkariert unsere barierefreien Bemühungen. - Es stört beim Spielen. Wir müssen mit den Elektro-Rollern leben. Das Abstellen der Roller im Kiez muss diskutiert werden. Solange diese Diskussion nicht geführt und zu einem Konsens gebracht wurde, halte ich es für richtig, die Elektro-Roller wegzusperren.
Eva Tulp

"Die Strasse ist aus meiner Sicht der richtige Abstellort"

 Diese Mietroller sind ja für alle da, an der allen gleichmäßig zugänglich Strasse ist aus meiner Sicht der richtige Abstellort. Da sie oft "irgendwo" stehen bleiben sollte sie auch für die Teams, die sie immer zum aufladen einsammeln, gut zugänglich sein. Jede*r soll sie auch im öffentlichen dafür vorgesehenen Raum nutzen können. Auf der privaten Kiezstrasse sah ich erst vor wenigen Tagen 3 schnell nebeneinander her fahren - nachdem einer auf dem Kiezplatz "auffällige quitschende Bremsexperimente" gemacht hat. Da der Park und andere Privatgebiete aufgrund von zunehmender Gefährdung von verantwortungsloser Nutzung auch das abstellen in ihm verboten hat bzw. die Betreiber dies so eingestellt haben, erfolgt eine Verlagerung. Wir sollten gut in Summe und weniger dogmatisch und weniger Frontenorientiert gegeneinander im Denken solche Themen erörtern. Die letzte Meile ist nicht in Gefahr - auf ein paar Meter individuell zu verzichten dürfte verkraftbar sein. Ja der Vorstand ist kein Positivkommunikationsbeispiel - die Vielen die von ihm das Unterscheidlichste wollen aber auch nicht...
Hannjo Bergemann

"Autofrei und E-Roller-frei"

Der Beitrag zu den Elektrorollern formuliert interessant eine Aufwiegelung zum Protest gegen die Beseitigung von Elektrorollern auf unseren Privatstraßen. Überall in der Stadt und besonders in der Yorkstraße, auf dem kurzen engen Weg von hier zur U-Bahn, durch rasende und zudem noch auf dem Gehweg überholende Radfahrer, werden die Roller rücksichtslos in den Weg gestellt, auch durchgangsversperrend. Ich persönlich finde das Vorgehen des Vorstands gut. Und wenn es eine Entscheidung geben soll, so kann diese nur durch eine Umfrage gelöst werden, durch einen vorgegebenen Abstellplatz, ähnlich Ladestationen auf der Vorfahrtstraße. Das Gelände gehört allen, nicht nur den E-Roller-Nutzern. Das kann nicht beliebig sein. Auch Fahrradstellplätze sind geordnet. Autofrei und E-Roller-frei, das ist nur konsequent. Wie wäre es, GD, wenn du eine solche Abfrage über die Gremien initiierst??? Vorwegnahmen von oben herab, so herum oder so herum, nein, die mögen wir nicht, da hast du recht. 
Ilona Scherneck

Betrifft Artikel: Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg liefert die Zahlen

"Was soll die Polemik?"

Der Newsletter ist eine wunderbare Informationsquelle. Ich lese ihn gern und regelmäßig, und freue mich über die Informationen und danke Euch für die Regelmäßigkeit und Euer Engagement. Im neuen Newsletter ist auf S. 4 eine Information über das Amt für Statistik zu lesen. Da fand ich den letzten Absatz doch recht befremdlich. Natürlich habe ich mich in früheren Diskussionen dafür stark gemacht, daß wir einen autofreien Möckernkiez haben. Das heißt m.E. jedoch nicht, daß wir kein Auto besitzen sollten. Und was soll diese Polemik “.......wenn die Kfz-Besitzer ihre Karosse durch ein E-Bike vom neuen E-Bike-Laden ersetzen werden”. Mit meinen bald 80 Jahren fahre ich nicht mehr E-Bike. Und nicht wegen der Autofahrer:innen, sondern wegen nicht selten dicht an mir vorbeirasenden Radfahrer:innen und E-Biker:innen. 
Britta Haye

 

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Text: RB, Foto: unsplash

Symbolisches Foto mit Schreibblock und Laptop