Der Tag des Unkrauts ist ein jährlicher Gedenktag, an dem Menschen aufgefordert werden, ihr Wissen über Unkräuter zu erweitern und deren Nutzen zu erkennen. Es geht darum, Respekt für die Vielfalt der Pflanzen und ihre Bedeutung im Ökosystem zu fördern. Es gibt einige nicht erwünschte Un-Kräuter. Zum Beispiel gehören Quecke, kanadische Goldrute oder Berufkraut nicht in den Naturgarten, weil sie durch ihren starken Wuchs Nützlicheres verdrängen.Doch die meisten heimischen Wildpflanzen sind unverzichtbar für die Vielfalt unserer Insektenwelt. Über viele Generationen entstand die perfekte Anpassung. Manche Bienen- und Schmettterlingsarten sind spezialisiert z.B. auf Kartäusernelken (13 Wildbienen, 15 Schmetterlinge) oder den Natternkopf (Natternkopfbiene besucht nur diese Pflanze). Besitzt eine Pflanzenart eine Vielzahl natürlicher Vorkommen mit Anpassungen an unsere Region, dann verfügt sie über eine große genetische innerartliche Vielfalt. Je größer diese Vielfalt, desto größer sind die Überlebenschancen der Art, da sie auf sich verändernde Umweltbedingungen besser reagieren kann. Um ökologisch sinnvoll zu gärtnern, lohnt sich die Beschäftigung mit den Unkräutern. Viele brauchen wenig Wasser, können mit mageren Böden gut zurechtkommen und gleichen dadurch ihre Konkurrenzschwäche aus. Lasst uns die vorhandene Vielfalt im Möckernkiez noch erweitern, sammelt in der Region Wildpflanzensamen, um sie hier auszubringen und entfernt die invasiven Pflanzen.
AG Grüner Daumen