Täter/Täterbilder/Bilder von TäterInnen

Eine Veranstaltung von UpStadt e.V. mit Dr. Christoph Kreutzmüller, Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin. Musikalische Begleitung: Isabel Neuenfeldt.

Zeit: 9.Januar 2026, ab 19 Uhr.

Ort: Kiezraum Dragonerareal (hinter dem Finanzamt Kreuzberg).

Am 11. Januar 1919 kam es auf dem heutigen Dragonerareal hinter dem Finanzamt Kreuzberg zu politischen Morden. Die Täter sind Teil einer offiziellen „Regierungstruppe“, die kurz darauf als „Freikorps“ weiter morden wird. Sie werden nie für ihre Taten belangt. Ihr Kommandeur ist Major Franz von Stephani, der in den 1920er Jahren an führender Stelle in völkischen Wehrverbänden aktiv sein wird und ab Herbst 1933 für die NSDAP im Reichstag sitzt.

Ausgehend von v. Stephanis Biografie, möchten wir an diesem Abend folgenden Fragen nachgehen: Welche Bilder von Täter*innen haben wir selbst? Gibt es Antworten auf die Frage, was Täter*innen ausmacht und warum sie zu Täter*innen werden? Was sind Erkenntnisse aus der Forschung zur NS-Zeit und wie können wir diese im Anbetracht des weiter zunehmenden Rechtsextremismus und des Erstarkens der AFD nutzen?

In seinem Vortrag untersucht der Vorstandsvorsitzende des Aktiven Museums und stellvertetende Leiter des Forschungsprojekts LastSeen, Christoph Kreutzmüller, wer in der NS-Zeit die Fotos insbesondere der Deportationen gemacht hat, und welche unter-schiedlichen Tätergruppen auf den Bildern zu identifizieren sind. Wer also ist zu sehen und was bleibt außen vor? Flyer.

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