Jeden Mittwoch kochen im Möckernkiez NachbarInnen für NachbarInnen. Ein Riesenerfolg, ohne Anmeldung geht gar nichts, in zwei Schichten wird gegessen und geschlemmt. Diese KöchInnen sind unsere nachbarschaftlichen HeldInnen.
Ganz anders unsere KuchenbäckerInnen. Die Kuchen sind immer da, jeden Tag frisch und konkurrenzlos lecker. Aber kennen wir diese KuchenbäckerInnen (es sind tatsächlich einige Männer dabei)? Nein, keiner kennt sie oder hat sie je gesehen, es sind unsere unsichtbaren HeldInnen, emsig und fleißig und kreativ und leise und unsichtbar und ungedankt.
Das kann so nicht bleiben, dachten sich die Küchencrew und lud die BäckerInnen ein zu einem Neujahrsempfang mit Sekt und 4-Gänge-Menü. Ein nachbarschaftlicher Empfang von HeldIn zu HeldIn sozusagen.
Und natürlich sind alle BäckerInnen gekommen und ließen sich einmal richtig verwöhnen, an einer festlichen Tafel von vorne bis hinten bedient und am Ende auch noch einen echten italienischen Espresso (ohne Grappa). Damit war der Tag gelaufen, das konnte nicht mehr getoppt werden. Nur eine musste schon an den Kuchen für den nächsten Tag denken und alles vorbereiten damit dann nichts schief geht und der Kuchen rechtzeitig in der Kuchenvitrine steht.
Was für ein großartigen Gedanke, den vielen unsichtbaren Freiwilligen, die das Möca am Laufen halten, mal ein wunderbares Dankeschön zu machen und sie sichtbar werden zu lassen. Das kann ruhig Schule machen.
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