Save the date: Lesung – Das Verschwinden des Holocoust

Das Verschwinden des Holocoust. Zum Wandel der Erinnerung.

Lesung mit Jan Gerber „Das Verschwinden des Holocoust“, am 30.3.2026 ab 18.30 Uhr im Forum des Treffpunkts Möckernkiez. Möckernkiez 2, 10963 Berlin.

Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Der Historiker Jan Gerber erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durchsetzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Belzec, waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum.
Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. Dazu verbindet er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Es entsteht eine integrierte Geschichte der Holocaust-Erinnerung.

KB

Buch: Das Verschwinden des Holocoust. Zum Wandel der Erinnerung.
Edition Tiamat
Critica Diabolis 343, Paperback, 336 Seiten, 28.- Euro
ISBN 978-3-89320-330-7