Der BBU e.V. instrumentalisiert Genossenschaften, schreiben die „Genossenschafter*innen“ auf ihrer Website. Und nehmen den BBU genauer unter die Lupe.
Die Möckernkiez e.G. ist beim BBU, dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., der auch Prüfungsverband für Genossenschaften ist.
Der BBU ist der einflussreiche Verband der Wohnungswirtschaft, an dem in Berlin keine Politik vorbeikommt. Mit seinen Kampagnen gegen Mietendeckel und Vergesellschaftung versucht er, die öffentlichen Debatten um eine gemeinwohlorientierte Transformation des Wohnungsmarktes zu bestimmen. Dabei wärmt der BBU die bereits vor der Volksabstimmung 2021 aufgestellte Behauptung wieder auf, auch große Genossenschaften würden enteignet. Das Ziel ist durchsichtig, er will Angst in den Genossenschaften erzeugen, so die „Genossenschafter*innen“.
„Die vom CDU/SPD-Senat eingesetzte Expert*innenkommission hat diese bedeutsame Frage besonders geprüft. Anders als in anderen Punkten, zu denen es Minderheitenvoten gab, war hier das Ergebnis einstimmig: Genossenschaften können nicht vergesellschaftet werden, weil ihr Ziel die Förderung ihrer Mitglieder ist und nicht wie bei den privaten Immobilienkonzernen die Erzielung einer maximalen Rendite. Der BBU versucht, mit Halbwahrheiten Angst in den Genossenschaften zu schüren und Stimmung gegen die Umsetzung des Vergesellschaftungs-Volksentscheids von 2021 zu machen. Darüber berichtete die taz am 7. Juli ( (https://taz.de/Kampagne-gegen-Vergesellschaftung/!6193994/).
Dagegen formiert sich Gegenwehr. Anlässlich des Parlamentarischen Abends des BBU am 8. Juli am Tempelhofer Hafen bildeten die GENOSSENSCHAFTERINNEN ein Protestspalier am Zugang zum Veranstaltungsort und informierten die Besucherinnen über die geplante Kampagne (Flugblatt). Auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner wurde empfangen mit „Nicht, nicht, nicht in unserem Namen“-Rufen. Zu Wasser gab es ebenfalls Protest. Direkt vor dem Veranstaltungsort, nur einige Meter neben Maren Kern (Vorstand BBU) und ihren Gästen, kreuzte die „Anarche“ gemeinsam mit Aktivist*innen von Deutsche Wohnen & Co enteignen (DWE) mit unmissverständlichen Botschaften auf großen Bannern. Eindruck machende Lautsprecher störten stundenlang die Champagnerlaune.“
Aus der Website der „Genossenschafter*innen“
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