Das erste mal beteiligt sich auch der Bezirk FK an der Kaffeewette. Aus der Pressemitteilung:
Pressemitteilung Nr. 19 vom 19.01.2026
Das Verwirrspiel um die Kaffeewette für Obdachlose ist beendet. Der Regierende Bürgermeister
hat die Aktion jetzt genehmigt. Die Bezirke dürfen mit Unternehmen zu Kaffeespenden für die
Kältehilfe aufrufen. „Da durch die Kaffeewette weder der Eindruck der Befangenheit oder
Käuflichkeit erweckt werden kann, noch das Ansehen des öffentlichen Dienstes gefährdet wird,
erteile ich hiermit vorsorglich die Genehmigung“, schrieb der CDU-Politiker am späten
Freitagnachmittag an die zwölf Bezirkschefs.
Kai Wegner habe das Unverständnis der Bezirke zur Wettabsage zum Anlass genommen, um
sich mit der Senatsverwaltung für Finanzen hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit der bei der
Kaffeewette in Rede stehenden Vorteilsannahme auszutauschen. Normalerweise seien die
Vorschriften über das Verbot der Annahme von Belohnungen, Geschenken und sonstigen
Vorteilen streng auszulegen. Die dafür zuständige Senatsfinanzverwaltung habe nun aber
mitgeteilt, dass „im vorliegenden Fall eine Genehmigung nach entsprechender
Ermessensausübung nicht ausgeschlossen ist“, schrieb Wegner an die Bezirksbürgermeister.
Damit sind auch wieder der Erfinder der Kaffeewette, der Reinickendorfer Unternehmer Michael
Lind, sowie seine Wettpaten in den anderen Bezirken mit an Bord. Reinickendorfs
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner empfing heute Vormittag Michael Lind und
dankte ihm für sein Durchhaltevermögen: „Das waren sehr schwere, auch verletzende Tage für
Sie und Ihre Familie und ich bin sehr froh, dass der Regierende Bürgermeister allen haltlosen
Verdächtigungen und Unterstellungen nun einen Riegel vorgeschoben und weiteren Schaden von
einem unserer aktivsten Ehrenamtlichen abgewendet hat. Ab sofort geht es wieder um den Kern
der Aktion: Das Sammeln von Kaffee für die bedürftigen Menschen in kalten Wintertagen!“
Michael Lind: „Meine Welt ist damit voll in Ordnung und wir können uns wieder um die Menschen
kümmern, um die es von Anfang an ging.“
Erstmals werden somit alle zwölf Berliner Bezirke an der Aktion teilnehmen. Bürgerinnen und
Bürger sind ab heute und bis einschließlich 5. Februar 2026 aufgerufen, Kaffee für die Kältehilfe
zu spenden – mit dem Ziel möglichst viel Kaffee für die Einrichtungen der Kältehilfe in ihren
Bezirken zu sammeln, damit eine große Geldspende obendrauf kommt: Denn jeder Bezirk, der es
schafft, mindestens 500 Kaffeepäckchen zu sammeln, erhält von Herrn Michael Lind oder seinen
Aktionspartnern Ralf Oelmann, Hasan Ilter und Mike Baer je 2.500 Euro zusätzlich für die
Kältehilfe im jeweiligen Bezirk.
Und am Ende steht natürlich auch die Challenge: Welcher Bezirk schafft es, den meisten Kaffee
für die Kältehilfe zu sammeln?
Clara Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg: „Wir freuen uns
sehr, in diesem Jahr erstmals an der Kaffeewette teilzunehmen. Gerade in der kalten Jahreszeit
ist es wichtig, dass wir die wohnungslosen Menschen unterstützen. Herzlichen Dank an die
beteiligten Unternehmer für ihr Engagement und vielen Dank im Voraus auch an alle, die in den
nächsten Wochen Kaffee spenden.“
Die Liste der Orte, an denen in Friedrichshain-Kreuzberg Kaffee abgegeben werden kann, finden
Sie hier.
Der Bezirk Reinickendorf lädt als Vorjahressieger der Wette für Montag, den 9. Februar 2026 um
12 Uhr ins Foyer des Ernst-Reuter-Saales, Eichborndamm 215, 13437 Berlin zum Abschluss und
zum offiziellen Auszählen der Spendenaktion ein.
Regeln
Es werden ausschließlich Kaffeepäckchen (Kaffeepulver und Kaffeebohnen) für das
Endergebnis berücksichtigt. Kaffeekapseln gelten nicht.
Anderweitige Spenden wie etwa Tee, Kakao, Milch, Zucker u.ä. werden der Kältehilfe
zugeleitet, ohne aber gezählt zu werden.
Da in der Öffentlichkeit das 500-Gramm-Paket als das gängigste Format gilt, werden je 500
Gramm als ein Paket gezählt. Das heißt: z.B. 100 kg entsprechen 200 Päckchen, die gewertet
werden.
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