Einlass 17.50 Uhr – Eintritt frei – Nach der Projektion Möglichkeit zum Gespräch
Im Forum in Möckernkiez 2 in Kreuzberg, nicht in der Möckernstraße
Veranstalterin ist Marianne Hoffmann – Flyer: Oeconomia
Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Oeconomia
Oeconomia ist ein Dokumentarfilm von Carmen Losmann (2020). Er wurde im Februar 2020 im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Forum uraufgeführt und 2022 mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. …
Martina Knoben wies 2020 in der Süddeutschen Zeitung darauf hin, dass die Finanzkrise 2007 Auslöser für den Film war; sie habe Folgen bis heute. Der Film wolle „Spielregeln eines Systems begreifen, das gerade krachend an die Wand gefahren war“. Da außerdem „Corona gerade die Schulden in ungeahnte Höhen treibt“, sei Oeconomia „brandaktuell“. Geld entstehe quasi aus dem Nichts. „Man erfährt, dass die Wirtschaft wächst, wenn die Geldmenge wächst, und dass ständiges Wachstum die Bedingung ist, damit das alles weiter funktioniert.“[3] …
… Bert Rebhandl vom österreichischen Standard schloss sich dem Kanon der lobenden Stimmen nicht an und schrieb, Losmann gehe „selbst so verbissen auf ihr implizites Theorem los, dass das zunehmend stärkere Verschuldungssystem des heutigen Kapitalismus ausweglos in die Krise führen muss, dass wichtige Dinge ausgespart bleiben.
Am meisten verblüfft an Oeconomia, wie unhistorisch Losmann denkt.
Man muss ja nicht gleich mit Marx von ursprünglichen Akkumulationen sprechen, aber Profite haben nicht nur mit Schulden zu tun, sondern auch mit Ausbeutungen – und Innovationen.“[10]
Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat besonders wertvoll.[11]