Kiezansichten und Abstraktionen

Bilder von Martin Scheu

Vernissage am Samstag  22. November 19:00 Uhr

im Möckernkiez 2/ Treffpunkt.  MÖCA/ Forum, Yorckstraße. 26; 10963 Berlin

mit Musikeinlagen von Wolfgang Gersdorff

In Zürich, während meiner Ausbildung (Vorkurs und Fachklasse zum Zeichenlehrer 1980-1986) war das Naturstudium, das Arbeiten vor dem Motiv, zum Beispiel einem Gegenstand, einem Akt, Landschaften, An- und Aussichten, ein zentraler Bestandteil. Parallel dazu hat mich schon immer die Abstraktion interessiert, das Herausziehen bildnerischer Elemente aus dem Sichtbaren und das direkte Arbeiten mit bildnerischen Mitteln: wie Farben und Formen,  Gesten, Kompositionen und Mittel der Räumlichkeitsdarstellungen. Ab 1986 in Berlin habe ich die Abstraktion weiter vertieft, meinen Stil gefunden und Geld über Gelegenheitsjobs verdient. In den 90er Jahren verdrängte die pädagogische Arbeit immer mehr die eigene künstlerische Tätigkeit. 2007 bis 2022 arbeitete ich als Sonderschullehrer in Berliner Schulen. Den Wiedereinstieg in die Malerei erfolgte über Kiezansichten. Hierbei nutzte ich eine Kamera Obscura für die perspektivische Widergabe. Die Zeichnungen auf Transparentpapier ritzte ich in Plexiglasscheiben, die ich dann als Tiefdrucke vervielfältigte. Einige davon sind koloriert. Alle anderen Werke sind Abstraktionen aus den letzten drei Jahren und aus den 80er/ 90er Jahren.