Wieviel Bäume wachsen bei uns?

Ja, weißt du wieviel Bäume bei uns auf dem Möckernkiez Gelände wachsen?

Dank der Arbeit von Mitgliedern der AG Grüner Daumen und der Klima AG wissen wir es jetzt genau, denn am Halloween-Freitag wurden alle Bäume kartiert. Nicht nur wissen wir jetzt wieviel Bäume wir haben, sondern auch den Standort, die Art, der Gesundheitszustand des Baumes, wann sie gepflanzt wurden und wie der Baumumfang war beim Pflanzen und jetzt. Mit dieser Kartierung haben wir jetzt einen Großteil des korrekten, derzeitigen Standes der Vegetationsbepflanzung erstellt. Weiter unten könnt ihr die Karte sehen mit den 87 nummerierten Bäumen und eine Liste der Baum-Arten. Das heißt jedoch nicht, dass wir „nur“ 87 Bäume im Kiez haben, sondern sogar mehr, denn wir haben etliche kleine Bäume aufgenommen, aber sie sind so jung und klein gewesen, dass sie keine Nummer erhielten. Der kleinste nummerierte Baum mit 4 cm Stammumfang ist ein Apfelbaum bei G14 und der größte Baum ist unsere Holländische Ulme mit 50 cm Umfang zwischen G10/11.

Bei uns wachsen typische, d.h. in unserem Klima heimische Bäume. Das genau entspricht unserem ökologischen Anspruch! Wir haben heimische Bäume wie Feld-Ahorn und Hainbuche bei uns im Kiez, aber haben auch Exoten wie z.B. der Bienenbaum zwischen G4 und G5 und zwei Maulbeerbäume. Bei der letzten Pflanzung wurden auch einige Amberbäume (sogenannte Zukunftsbäume) gepflanzt, von denen erwartet wird, dass Sie besser als heimische Arten mit dem Klimawandel umgehen können.

Diese Kartierung wurde u.a. vorgenommen als Arbeitsgrundlage für einen professionellen Baumpfleger. Der wird demnächst an einigen Bäumen Schnitte vornehmen. Dieser anstehende Baumschnitt ist bei einigen Bäumen nach 7 Jahren sinnvoll. Wunden an einigen Baumstämmen heilen bereits; einige wenige kranke Stellen werden beobachtet und von der Grünen Daumen AG behandelt. Außerdem ist diese Vegetationskartierung ein Teil des Klima-Anpassungskonzeptes unserer Genossenschaft, denn Bäume spenden Schatten, verbrauchen CO2, sind gut fürs Gemüt und verbessern das Mikroklima.

Mit dieser Kartierung können wir sehen, wie die Bäume sich entwickelt haben, die 2018 gepflanzt wurden und mit dieser Aufnahme von 2025 kann das Monitoring weitergeführt werden. Bäume müssen gepflegt werden, damit sie gesund wachsen können und den Herausforderungen des Klimawandels etwas entgegensetzen können.

Wir haben viele Laubbäume und nur eine Konifere: eine Kiefer bei G14. Und in unserem Baumbestand gibt es sehr viel Obstbäume. An Obst können wir uns z.B. erfreuen an Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Mandeln, Walnüssen, Pflaumen, Süß-und Sauerkirschen, Nektarinen, essbarer Eberesche und Quitten. Vielleicht können wir nach dem nächsten Reifen der Früchte im nächsten Jahr ein Erntefest feiern und alle Früchte mit Stolz auf dem Kiezplatz zeigen und Obstproben genießen?

Schön war auch die Erkenntnis, dass jeder Hof nach dem Konzept der Landschaftsplaner einen sogenannten Haus-Baum hat:

G1N: Mehlbeere, G1S: Speierling, Kiezplatz: Sommerlinde, G3 und 4: Schmuck Eberesche (Musste leider dieses Jahr gekappt werden. Es kommen aber neue Triebe), G4 und 5: Mehlbeere, G10 und 11: Holländische Ulme (unser dickster Baum aktuell), G12 und 13: rot blühende Kastanie, G14 und 15: Walnuss, G16 und 17: Kirsche.

Folgende Tipps wollen wir Euch noch mit auf den Weg geben:

  • Stämme von Bäumen sollten möglichst frei von weiteren Bepflanzungen sein. Das bedeutet nicht, dass die „Baumscheibe“ nicht unterpflanzt werden darf, aber die Pflanzen sollten nicht zu nah am Stamm stehen und ihn nicht berühren.
  • Es gibt viel Sommerflieder bei uns. Diese kann sich stark ausbreiten und hat wenig ökologische Vorteile. Lieber andere Pflanzen wählen, wie z.B. Felsenbirne.
  • Wunden an Stämmen können heilen, wenn sie behandelt werden. Fällt Euch eine Schadstelle auf, informiert gerne den Grünen Daumen.
  • Wer zukünftig einen Baum pflanzt (auch Obstbäume), wird gebeten, diesen bei der AG Grüner Daumen anzugeben, damit er kartiert werden kann.

Olof Hansen, Klima AG