Nachlese: „Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus“, ZDF 1964

Am 7. Juni wurde der Film im Forum gezeigt vor 24 Zuschauerinnen und 8 Zuschauern und machte offenbar auf alle Anwesenden großen Eindruck.

Zu Recht wird es als das legendäre Interview mit Günter Gaus bezeichnet.

Möglicherweise gibt es im Forum eine Wiederholung im September. Dazu muss ich noch das Recht beim ZDF einholen.

Hier gibt es das vollständige Transkript des Gesprächs

Den ganzen Film gibt es auch als Stream

Hannah Arendt (geboren am 14. Oktober 1906 in Linden, heute Hannover, als Johanna Arendt[1]; gestorben am 4. Dezember 1975 in New York City) war eine deutschUS-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin. Ihre jüdische Herkunft, die sie als zentrale Identität verstand, und die Erfahrung der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime prägten ihr Denken und ihr Engagement gegen Totalitarismus. Als säkulare, nicht assimilierte Denkerin war sie überzeugt, dass jüdische Identität nicht durch Anpassung, sondern durch aktives Handeln verteidigt werden müsse.[2] Nach ihrer Emigration aus Deutschland im Jahr 1933 wirkte sie zunächst in Paris und später in den USA, wo sie sich als JournalistinHochschullehrerin und Autorin etablierte. Mit Werken wie Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft und Eichmann in Jerusalem wurde sie zu einer der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts.

Arendt vertrat ein Konzept von „Pluralität“ im politischen Raum. Demnach bestehe zwischen den Menschen eine potentielle Freiheit und Gleichheit in der Politik. Wichtig sei es, die Perspektive des anderen einzunehmen. An politischen Vereinbarungen, Verträgen und Verfassungen sollten auf möglichst konkreten Ebenen gewillte und geeignete Personen beteiligt sein. Aufgrund dieser Auffassung stand Arendt rein repräsentativen Demokratien kritisch gegenüber und bevorzugte Rätesysteme und andere Formen direkter Demokratie.

Ihre öffentlichen Stellungnahmen zu politischen Ereignissen waren unter Gegnern und Freunden häufig umstritten; ihre Zivilcourage wurde oft als Unnachgiebigkeit wahrgenommen und bekämpft, insbesondere ihre Arbeit zum Eichmann-ProzessVita activa oder Vom tätigen Leben gilt als Arendts philosophisches Hauptwerk.

Arendts Mutter Martha Cohn, ca. 1899 Aus Wiki Commons
Arendts Vater Paul Arendt, ca. 1900 Aus Wiki Commons

Als Quellen für ihre Überlegungen nutzte Arendt neben philosophischen, politischen und historischen Dokumenten unter anderem Biografien und literarische Werke. Diese Texte wertete sie wortgetreu aus und konfrontierte sie mit ihren eigenen Denkansätzen. (Aus Wikipedia)


Fragen? Ruf mich an: Dieter Wettig – 0160 9821 9818